Daniela Flörsheim European Cultural Center 2017 Art Biennale Venice Personal Structures - Time Space Existence exhibition is hosted and supported by:
Daniela FlörsheimEuropean Cultural Center2017 Art Biennale VenicePersonal Structures - Time Space Existence  exhibition is hosted and supported by:

Yvonne Friederichs, Kunstredakteurin Rheinische Post, Düsseldorf, 1998:

Les Jocondes, noch unfertig, im Atelier, 2011

"Daniela Flörsheim, Tochter der Düsseldorfer Piene-Schülerin Karin  Flörsheim, ist eine malerische und zeichnerische Naturbegabung. In  spontaner, sehr direkter Reaktion und tiefer, eindringlicher  Erlebniskraft setzt sie äußere Eindrücke unmittelbar und sehr
eigenständig um. Ihre Vorstellungs- und Imaginationskraft sind  bemerkenswert. Hohe Sensibilität, auch für Farbwerte, verbindet sich  dabei mit Expressivität. Ihre von feiner Empfindsamkeit für das  Schöne, aber auch das Tragische und Unvollkommene zeugen-den  Aquarelle, Zeichnungen und Bilder sind von reicher Variabilität, immer ehrlich, Spiegeln Einfühlung in viele Bereiche, vor allem in das Organische, Natürliche, Ursprüngliche, haben immer eine warme  seelische Ausstrahlung. Die Ehrfurcht vor alten Kulturen verbindet  sich mit dem unmittelbaren Eingehen auf gegenwärtige menschliche und gesellschaftliche Problematik. Ihre Arbeiten strahlen einen eigenartigen, zuweilen fast kindhaften poetischen Zauber aus und berühren die Tiefen des Existentiellen."

Nushin Grey: About Daniela Flörsheim's new portrait paintings, 2010

Indian Girl in Winter Costume, Öl auf Leinwand, 100x140 cm, 2011

Daniela Flörsheim's new portrait paintings bring over many of the core traits of her former water-colour pourings. The essential fragility and harmony of her work, mirroring nature in that respect, is continued in her oil work, so daintily and carefully painted that it hardly seems to be the media used. There are differing dimensions to Flörsheim's work, the collected whole or the minute, which she paints with an incredible attention to detail. These layers will keep the viewer discovering something new each time. The artist continues this theme in a more metaphorical way too: for the whole the artist depicts a child with an edition of the Times of India proclaiming a simple solution to our climate problems.

 

For the minute, over fifty birds are painted into one of them, some carefully drawn out, some hinted at and capturing the essence of the creatures. Paying attention to the little things in life, the things we might discard, that Daniela Flörsheim brings to life in her paintings. Through children's eyes we see waterfalls and nature brought to life, evoking a longing for the things missed in the routine of day to day existence. The animals in D.F's art are present before she paints them. They sit within the color
of her brush and need but be picked out and brought to life, fueled by the artists imagination from her many wanderings through various reserves in India. It is not a catalogue of life, merely an expression of a compassionate naturalist, pointing out that there is beauty and life in all things. What is observed and remembered lives on.

1988 Daniela Flörsheim "New York Düsseldorf", Großstadtimpressionen anlässlich der Jubiläumsfeier "700 Jahre Düsseldorf"

New York Düsseldorf, Acryl auf Leinwand, 125 x 68 cm

Anlässlich des Jubiläums "700 Jahre Düsseldorf" schuf Daniela Flörsheim im Rahmen der in der Galerie Kunst und Leben stattfindenden Ausstellung "Großstadtimpressionen" ihre Arbeit "New York Düsseldorf" in der sie an die Aktionen von Joseph Beuys "Coyote" und "Eurasia" erinnert.

 

"Coyote; I like America and America likes me"' vom Mai 1974 fand in der New Yorker Galerie René Block statt und dauerte exakt vier Tage. Schon Beuys' Ankunft in Amerika war Teil der Inszenierung: vom New Yorker Flughafen wurde er - komplett in Filz gewickelt - von einem Krankenwagen zur Galerie gefahren. In einem separaten Raum erwartete ihn ,,Little John'', ein waschechter amerikanischer Kojote. Beuys verbrachte drei Tage und drei Nächte mit dem Tier, er ordnete Filzbahnen, stapelte täglich die neueste Ausgabe des Wall Street Journal, war ausgerüstet mit Handschuhen, Spazierstock, und einer Triangel, gelegentlich zerrissen Turbinengeräusche die Stille. Innerhalb dieser 72 Stunden nahm Beuys Kontakt zum Kojoten auf. Anfangs verunsichert und aggressiv, gewöhnte sich das Tier bald an den Künstler, es schlief auf den Filzbahnen, die es zuvor attackiert hatte. Beuys legte sich auf das Strohlager des Präriewolfes. Die Beziehung zwischen Mensch und Tier wurde immer inniger. Schließlich hieß es Abschied nehmen. Beuys drückte ,,Little John'' zärtlich an sich und verstreute das Stroh im Raum. Die Prozedur des ,,Krankentransportes'' wiederholte sich, so dass Beuys nichts von New York gesehen hatte als eben diesen Raum mit dem Kojoten. Er erläuterte später, er habe sich ganz auf den Kojoten konzentrieren, sich isolieren und nichts von Amerika sehen wollen als das Tier. Über den Präriewolf äußerte er, dieses den Weißen verhasste Tier könne auch wie ein Engel angesehen werden. (Quelle: Tamara Tolnai)

 

Joseph Beuys hatte bereits 1963 die Partei Eurasia gegründet und den Begriff Eurasien in unterschiedlichen Aktionen in der Absicht verwendet, einen Zusammenschluss beider Kulturen zu fordern. Er ist davon ausgegangen, dass durch eine Vereinigung der von rationalistischen Prinzipien geleiteten westlichen und der mehr spirituell geprägten östlichen Kultur die Welt gerettet werden könne, die nach Beuys' Auffassung ansonsten in einem totalen Materialismus unweigerlich dem eigenen Untergang zustrebe. Joseph Beuys war 1984 anlässlich seiner vom Seibu Museum in Tokio veranstalteten Ausstellung acht Tage in Japan. Er wurde von einem japanischen Kamerateam begleitet, das ihn nicht nur bei seiner Ankunft, der Pressekonferenz und der Ausstellungseröffnung filmte, sondern auch seine Gespräche mit Studenten und dem Publikum nach seiner gemeinsam mit Nam June Paik aufgeführten Aktion Coyote III vollständig aufgenommen hat.

 

Daniela Flörsheim verbindet in dieser Arbeit "New York Düsseldorf" bewusst Elemente aus Joseph Beuys´Aktionen (Die Japanerin steht für Japan, die Brooklyn Bridge für seine Coyote Aktion in NYC und Beuys (mit Filzhut und Fuchsfell
Mantel ( sein Fuchsfell trug er von Innen - nur der Kragen nach aussen
ansonsten Filz -) in Gedanken an seine Aktionen US COYOTE und EURASIEN.

 

In diesem Zusammenhang weisen wir auch auf die aktuelle Ausstellung im Hamburger Bahnhof/Berlin, hin:

 

JOSEPH BEUYS.

8 TAGE IN JAPAN UND DIE UTOPIE EURASIA
8. OKTOBER 2011 - 1. JANUAR 2012